Aufruf zu meinem Einjährigen
7. November 2009 von Philipp WimmerHallo zusammen!
Ich habe am 22.11. Podcast-Einjähriges und würde mich sehr über Kommentare und Beiträge, sei es Audio-, Video, Twitter oder Blogeintrag, freuen.
Um dem ganzen auch ein Konzept zu geben, habe ich mir zwei Varianten herausgesucht:
Entweder läuft Euer Beitrag unter der Rubrik „ToHeSeLü ist…“ oder, eine etwas andere Idee, Ihr erzählt von einem Erlebnis mit ToHeSeLü/mir/Torben Henrik Sebastian, egal ob real geschehen oder fiktiv
Ich bin gespannt und freu mich sehr!
Ach ja, übrigens: demnächst wird mein Blog (fürs erste) eingestellt und diese Domain umgeleitet auf die neue Seite!
Schaut doch da mal vorbei!
Lieber Gruß
Backstage bei „HAMLET“
2. November 2009 von Philipp WimmerDas war einige Tage vor der Premiere am 29.10.
Wie man sieht, bin ich etwas übermüdet und gestresst.. aber es hat sich gelohnt, wie man am Donnerstag gemerkt hat
PRESSEBERICHTE
Aus www.oberpfalznetz.de
Dänenprinz für die Generation YouTube
„Hamlet – mia gangst!“: Die Volksbühne Spinnrad hat den Klassiker einer Modernisierungskur unterzogen
Es gibt ja viele Shakespeare-Adaptionen, aber dieser Mangel an Respekt ist wirklich frech. Hamlet als pubertierendes Problemkind, Claudius und Gertrud in einer Person, Ophelia per Bildschirm zugeschaltet. „Hamlet popularisiert“, sagt die muntere Truppe der Volksbühne Spinnrad. In Mundart. Volksnah. „Endlich dramatisch knapp und griffig“, fasst es Peter Klewitz zusammen.
Der Regensburger Schauspieler und Autor hat sich Shakespeares berühmtestes und vielschichtigstes Werk vorgeknöpft. Bearbeitet, reduziert und auf den Punkt gebracht feierte der Hamlet am Donnerstagabend Premiere im Kegelbahntheater des Spitalkellers in Regensburg.
Der Titel: „Hamlet – mia gangst!“ Heißt soviel wie „Hamlet – geh mir doch weiter!“ Die Mundart lässt sich das Spinnrad auch von einem William Shakespeare nicht verbieten.
Sein oder Nichtsein? Shakespeare oder Peter Klewitz? Das ist hier die Frage. Denn was der Regensburger gemeinsam mit Regisseur Philipp Weiche auf die Bühne bringt, ist ein komplett neues Stück. Nicht Hamlet, Laertes und Polonius stehen hier offiziell auf den Brettern. Vielmehr spielt sich die Spinnrad-Gruppe mehr oder weniger selbst. Mit einer gehörigen Portion Ironie präsentieren sich die Darsteller als kleine Schauspielgruppe, die den Klassiker umsetzen soll.
Diskutierende Darsteller
Sein oder Nichtsein – die Grenzen zwischen Bühnenstück und „Realität“ verschwimmen dabei immer mehr. Das liegt nicht zuletzt am hohen Diskussionsbedarf der Akteure, die die Handlung dafür immer wieder unterbrechen. Denn bei den Darstellern herrschen Unstimmigkeiten. Kirstin Rokita findet es zum Beispiel ganz gut, dass sie Claudius und Gertrud gleichzeitig spielen soll. Die eine Körperhälfte mit Bart und Rüstung auf Mann getrimmt, auf der anderen Seite mit wallender Mähne und lackierten Fingernägeln ganz Frau, schafft Rokita auch den schauspielerischen Spagat zwischen den beiden Personen virtuos.
Philipp Wimmer zaudert derweil nicht nur in seiner Rolle als Hamlet sondern hadert auch als Akteur mit der Inszenierung. Eine spielverderberische Haltung, die schließlich in der völligen schauspielerischen Verweigerung mündet.
Peter Klewitz, eigentlich als Polonius und als Totengräber schon ausgelastet, muss in der entscheidenden Situation einspringen: bei Hamlets Duell mit Laertes – nicht zu verwechseln mit Horatio, der ebenfalls von Holger Wilhelm gespielt wird.
Doppelbesetzungen sind das Markenzeichen dieser Inszenierung, bei der sich am Schluss wohl manch einer wundert, dass insgesamt nur vier Personen auf der Bühne standen. Nicht zu vergessen natürlich Ophelia alias Nina von Düsterlho. Die wird per Bildschirm auf die Bühne projiziert: „Ophelia TV live“ nennt sich das.
Trashig und spaßig
Und dann gibt es da noch den Regisseur. Als „Stimme aus dem Off“ schaltet sich Philipp Weiche regelmäßig hinzu. Gesehen hat diese an allem herummäkelnde Nervensäge angeblich noch keiner der Schauspieler: Der Regisseur inszeniert ausschließlich virtuell. „Dies ist ein Hamlet, wie man ihn noch nie erlebt hat.“ Damit verspricht die Volksbühne Spinnrad nicht zu viel. Trashig und spaßig aufgearbeitet ist dies ein Hamlet für die Generation von YouTube und Facebook.
„Hamlet – mia gangst“ läuft noch am 31. Oktober, am 6., 7., 20., 27. und 28. November sowie am 4. und 5. Dezember um jeweils 20 Uhr im Kegelbahntheater im Spitalkeller, Alte Nürnberger Straße 12 in Regensburg. Karten unter www.volksbuehne-spinnrad.de sowie unter Telefon 0941/7058898 oder 0176/66408149.
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Aus der „Mittelbayerischen Zeitung“
„Hamlet“ als groteske Mundart-Tragikomödie
Die Volksbühne Spinnrad inszeniert das Shakespearestück für die Generation Facebook.
REGENSBURG. Ist die zarte Ophelia nicht eine Projektionsfläche? Der Wünsche Hamlets, ihres Vaters Polonius, des Königs Claudius und seiner Frau Gertrud? Was also liegt näher, als sie nur als Projektion auftauchen zu lassen? Meint der Regisseur. Aber wer kennt den überhaupt? Schauspieler wie Zuschauer hören seine mokanten Anweisungen nur aus dem Lautsprecher. König Claudius und Königin Gertrud sind ein- und dieselbe Person. Verwunderlich, dass bisher noch kein Theater darauf gekommen ist, Hamlets Apostroph an den König: „Meine liebe Mutter!“ und seine Erklärung „Vater und Mutter sind Mann und Frau. Mann und Frau sind ein Fleisch. Also: Meine liebe Mutter…“ so konsequent umzusetzen.
Aber auch Horatio, Hamlets Freund, und Laertes, sein finaler Gegner, werden in dieser Inszenierung mit ein und demselben Schauspieler besetzt. „Freund und Feind – ein Wechselbalg“, findet der Regisseur. Trotz all dieser Eigenwilligkeiten und einer absolut schrägen Inszenierung bietet „Hamlet – mia gangst“, die mundartliche Popularisierung des Bühnenklassikers auch Shakespeare-Kennern, Germanisten und Anglisten hoch vergnügliche Wiedererkennungsaspekte.
„O schmölze doch dies allzu feste Fleisch, zerging und löst in einen Tau sich auf!“ wünscht sich Hamlet. Das Spinnrad findet dazu die adäquate bayerische Übersetzung: „Mia gangst!“
Premiere am Donnerstag, 29. Oktober, 20 Uhr, in der Volksbühne Spinnrad im Spitalkeller, Alte Nürnberger Straße 12. Karten: Tel. (0176)66408149 oder www.spinnrad-volksbuehne.de
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Aus der „Mittelbayerischen Zeitung“
„Bin i oana oder bin i koana?“ Volksbühne Spinnrad spielt hinreißend einen verwirrenden „Hamlet“.
REGENSBURG. Von Thomas Göttinger, MZ
So kann’s zugehen am Theater: Der Peter muss aus Personalmangel jetzt auch noch den Totengräber spielen. Dummerweise spielt er aber bereits den Polonius, was, der gute Shakespeare hat es so gewollt, nun dazu führt, dass der dann tote Polonius als Totengräber seine ebenfalls tote Tochter Ophelia eingraben wird.
Doch damit nicht genug: Der Totengräber, also der Peter, muss auch für den Philipp einspringen, weil der sich als Hamlet lieber verweigern und partout dem obligatorischen Duell mit Laertes aus dem Weg gehen will. Irgendwie ist das aber eh schon egal, hat sich Holger als Laertes doch längst dafür entschieden, das Duell auf dem Golfplatz zu suchen, um Hamlet beim Abschlag gekonnt mit einem „5er Eisen“ abzurasieren. Da trifft es sich gut, dass der Totengräber Peter als noch lebender Polonius ein leidenschaftlicher Golfer gewesen ist…
Es geht schlichtweg rund, um nicht zu sagen: drunter und drüber in Peter Klewitz’ komplett durchgeknallter, aber hochintelligenter Mundart-Trash-Version „Hamlet – mia gangst“, die am Donnerstag bei der „Volksbühne Spinnrad“ Premiere hatte. Der Satz der Sätze aus dem Shakespeare-Klassiker wird zu „Bin i oana oder bin i koana?“, Hamlet (Philipp Wimmer) mutiert zum Gothic-Punk, Königin Gertrude und König Claudius sind passenderweise ein und dieselbe Person (Kirstin Rokita) und Ophelia (Nina von Düsterlho) existiert gewissermaßen nur virtuell auf dem Flachbildschirm im hauseigenen „Ophelia TV“.
Virtuell auch der Regisseur Peter Weiche, der als Stimme aus dem Off in seine Inszenierung eingreift, was beständig dazu führt, dass die Schauspieler im wahrsten Sinne des Wortes aus ihrer Rolle fallen. Überhaupt ist alles mehr öffentliche Probe als Aufführung, Theater im Theater oder Stück im Stück, wenn man denn so will, ein hoch amüsantes Ringen mit dem Stoff und dem prekären Dasein von Theaterexistenzen, das, wie es der Peter gleich zu Beginn andeutet, zwischen „Billig“ und „Avantgarde“ changiert, zwischen Kammerspiele und Komödienstadel, kurz: die Hochkultur auf RTL-Format trimmt und dabei trotzdem vor Esprit nachgerade übergeht.
Okay, nicht alles reißt einen da vom Hocker. Der Dialekt beispielsweise müsste gar nicht sein, und die eher langatmigen Erklärungen zum Fortgang des Stückes nerven mehr, als dass sie zum Erkenntnisgewinn beitragen. Aber das ist schnell vergessen, wenn beispielsweise der Geist von Hamlets Vater seinem Sohn als „Darth-Vader-Verschnitt“ samt zum Laserschwert umfunktionierter Taschenlampe erscheint oder Holger Wilhelm (sinnigerweise als Laertes und (!) als Horatio besetzt) das Publikum dazu auffordert, unter anderem den finalen Höhepunkt des ehebrecherischen Koppulationsaktes zwischen Claudius und Getrude mit einem leidenschaftlichen „Ui“ nachzustellen.
Und so sind dann auch die Zuschauer noch vor der Pause als jene windige Schauspieltruppe, die dem Königspaar vor Augen führt, was der Dänenprinz bereits weiß, urplötzlich mittendrin in dieser munter vor sich hin wurstelnden Hamletmaschine, bei der am Schluss zwar nicht alle Fragen geklärt sind, gute Unterhaltung aber garantiert ist. Unbedingt ansehen!
Vorstellungen: Sa., 31. Oktober, 6., 7., 20., 27., 28. November, 4. und 5. Dezember, 20 Uhr, Spitalkeller, Alte Nürnberger Straße 12; Kartentel. (0941) 7058898
Meine iPhone-Apps (Update)
1. November 2009 von Philipp WimmerDIESER EINTRAG WIRD IMMER WIEDER AKTUALISIERT.
Also nicht wundern, wenn er mal wieder erscheint
Hier mal meine derzeitigen Apps, vielleicht findet der eine oder andere was Interessantes.
Meine Top-Apps, nutze ich (fast) täglich
- Tweetie 2 (der für mich beste Twitter-Client)
- Things (toller Organizer)
- Audioboo (mein „Podcast“-Client)
- Birdhouse (eine Art Offline-Notpad-Client für Twitter)
- Flight Control (Achtung, Suchtpotential)
- DoodleJump
- Fahrplan (in Großstädten unerlässlich)
- Canabalt (Spiel ist untertrieben, es ist ein Erlebnis, Probespiel hier)
Update 01.11.2009
- Radio Flare (Spiel im Stil von REZ, PS2)
- Tweetie 2 (der für mich beste Twitter-Client)
- Spider (tolles Adventure mit Tiefgang)
- iOutBank (Online-Banking auf der iPhone)
- Soosiz (cooles Spiel im Stil von Rolando und LocoRoco)
- Canabalt (Spiel ist untertrieben, es ist ein Erlebnis, Probespiel hier)
- GeoDefence (Der TD-Klassiker!)
- Photoshop (nur im US-Store!!)
- Ping! (Nette Push-App)
- DailyMugshot (Wer die Web-Version nutzt…)
- Tap Tap Revence 3 (der iPhone-Klassiker in der 3. Runde)
- Camera Genius (gute Cam-App)
Update 08.08.2009
- iXpenseIt (Finanzsoftware)
- iDisk (für mobile.me-User)
- MiniGore (lustiger Splatter-Shooter)
- Faces Wild! (geniale Bildbearbeitung)
- Draw Race (ähnlich Flight Control und Taxi Drive)
Update 26.07.2009
- Secret of Monkey Island (DER Adventure-Klassiker, perfekt umgesetzt. Der Hammer!)
- Taxi Drive (wer „Flight Control“ kennt und liebt, braucht es nicht unbedingt)
- Worms (gut umgesetzer Klassiker, allerdings läuft das App noch nicht fehlerfrei)
Update: 3.07.2009
- Rolando 2 (Was „Loco Roco“ für die PSP, ist „Rolando“ für das iPhone!)
- Tumblr (die Mini-Blog-Software. Meine Tublr-Notizen findet ihr hier)
- Postman (nette Idee, gute Umsetzung, aber eigentlich überflüssig)
Update: 20.06.2009
- MyBrute (nun auch endlich für`s iPhone)
- DoodleJump (genial einfach, aber Suchtgefahr pur)
- iShift (geile Spielidee, super umgesetzt)
- Tweetie (der beste Twitter-Client)
- Beejive (ein Instant Messenger-Sammeldienst)
- The Sims 3 (muss ich dazu noch was sagen?!)
- Remote (ein Must-Have für alle iTunes-Nutzer)
- Facebook (das App zum Massen-Social-Media-Network)
- Flight Control (Achtung, Suchtpotential)
- Tap Tap 2 (Cooles Musik-Spiel)
- Fahrplan (in Großstädten unerlässlich)
- Pop (entspannend und spaßiges Spiel für Zwischendurch)
- Mobile Butler (damit man eine Übersicht über die Kosten hat)
- RJDJ Album (man muss es erlebt haben)
- AE: Original (ein interaktiver Spielfilm, sehr witzig und spannend)
- Things (toller Organizer)
- Pocket God (manche sagen „Schwachsinn“, ich sag „genial“)
- Audioboo (Mini-Podcast-Software für Unterwegs, meine Audioboos sind hier)
- Free RSS (einfacher, aber gut bedienbarer RSS-Reader)
- Evernote (wer kennt es nicht?)
- Shopper (der beste Einkaufszettel weit und breit)
- Birdhouse (eine Art Offline-Notpad-Client für Twitter)
- Tap Tap (Der Musik-Spiel-Hit)
- Around me
- ZugInfo (der Name ist Programm)
- Wikipanion (die Mini-Wiki immer dabei)
- Bloom (entspannende Art, Musik zu machen)
- Stern.de (das Nachrichten- und Boulevard-Portal für Unterwegs)
- Leaf T-Bone (man muss es selbst im „World Stage“-Modus gespielt haben!)
Die Hervorgehobenen gehören zu meinen absoluten Top-Apps!
Viel Spaß beim Stöbern.
Freu mich über jeden (Geheim-)Tipp und praktische News! Schickt mir Eure Lieblings-Apps an mail@toheselue.com oder hinterlasst einfach einen Kommentar für alle!
Horror-Schrott
31. Oktober 2009 von Philipp WimmerLiebe Horror-Fans da draussen,
pünktlich zu Halloween hab ich gestern einen Film gesehen, der die Bezeichnung „Horror“ eigentlich nicht wirklich verdient. Drauf gekommen bin ich durch Caliban. Drag Me To Hell, der neue Streifen von Sam „Tanz der Teufel“ Raimi. Eine ziemliche Enttäuschung. Nicht nur die Story, auch die Umsetzung und die schauspielerische „Leistung“ war unspektakulär, auch die Gradwanderung zwischen „Hohooo sind wir gruselig“ und „Hihiii sind wir lustig“ ist nicht so wirklich gelungen.
Das Einzige, worüber ich wirklich lachen konnte, war das Finale im Grab und die Szene, in der die Katze geopfert wird. Das waren so „subtile“ Momente, die wirklich lustig waren.
Ansonsten… nee, nicht wirklich.
Da dann doch lieber zum 200. Mal „Braindead„, der Gipfel der Geschmacklosigkeit
@NinaBerlin und @DaniLuna1983
30. Oktober 2009 von Philipp WimmerEs gibt Menschen, die tauchen plötzlich aus dem Nichts auf und treffen mitten ins Herz.
Es gibt Leute, die Podcasting, Blogs, Web 2.0 total doof finden, überhaupt nichts von der „Generation Internet“ halten.
Chats und Social Media-Netzwerke sind für sie ein Teufelszeug.
Aber wie schon eingangs erwähnt, kann man auch auf wunderbare Personen treffen, für die man sich gern freiwillig die Musik und das „Gelaber“ in einer Warteschleife anhört
So eben bei Nina und Dani aus Berlin. Die beiden Mädels sind die Begründer- und Macherinnen vom Podcast „Berliner Warteschleife„, und ich hatte das Vergnügen, die zwei Anfang des Jahres in Berlin kennenzulernen. Und seitdem verbindet uns … nunja … nicht nur die Leidenschaft Podcast, Blog, Twitter, sondern auch noch viel mehr.
Schön ist es, von den beiden zu hören, denn wenn jemand den Stempel „Sympathieträger“ verdient, dann gehören die beiden „Wessies“ (*g*) ganz weit oben auf die Liste.
Liebe Dani, liebe Nina, vielen Dank (auch im Namen von Albert und Annabell) für das Päckchen, ich war eben sehr gerührt!!
Hoffe doch auf ein baldiges Treffen auf der Bühne, die man „Welt“ nennt
Alles Liebe aus dem Süden in die Hauptstadt (meines Herzens)
Der Philipp
PS: Ich bin Berlin!!!
Somewhere over the Rainbow
29. Oktober 2009 von Philipp WimmerHey,
ich fass es nicht. Nach knapp 10 Wochen, die (Achtung, hintergründiger Wortwitz) „vergingen wie im Zug“ haben wir heut abend tatsächlich Premiere mit „HAMLET – Mia gangst!“ im Spitalkeller, Regensburg.
Fazit:
• Im Juli Anfrage bekommen, ob ich den Hamlet spielen möchte…auf bayerisch
• zugesagt und gefreut, dass ich im Winter beschäftigt bin und nicht nur Dinnertheater spiele
• „Konzeptionsgespräch“ Anfang August, bei dem ich Kollege Holger und Regisseur Philipp kennenlerne
• Konzept klingt spannend, lustig, trashig und innovativ
• Es wird eine kurze „Vorprobenzeit“ von knapp 2 Wochen beanschlagt, eigentliche Proben auf 3 Wochen im Oktober datiert.
Und von diesem Tag an war ich eigentlich täglich von August bis heute in Regenburg, bzw. im Zug.
Leute, was soll ich sagen:
Es hat sich gelohnt.
Nicht nur, dass das Publikum eine wirklich spannende Interpretation des Hamlets serviert bekommt, auch ich habe, dank Philipp und Kollegen, eine ganze Menge über mich gelernt und mich weiterentwickelt.
Ähnlich wie auf Andechs habe ich meine Grenzen erneut kennengelernt und es ab und zu geschafft, sie zu übertreten. Kein Kommen ohne Gehen, kein Weiterkommen ohne Scheitern.
Wenn ich mir das Jahr 2009 so anschaue, dann wird immer klarer, dass ich meinen Platz auf der Bühne gefunden habe und nicht mehr missen möchte.
Die Trennung von meiner Agentur hingegen gibt mir nun wieder Motivation, auch im Film- und Fernsehgeschäft wieder aktiv zu werden durch Bewerbungen.
Auch wenn 2009 finanziell ein…nunja… war, so bin ich dafür beruflich weitergekommen. Und dafür sag ich danke.
Come what may (and money)…. aber the Show WILL go on again!
ToHeSeLü #71: Mein Mac rauscht!
23. Oktober 2009 von Philipp WimmerToHeSeLü im Kino
23. Oktober 2009 von Philipp WimmerAb heute abend läuft im Regensburger Garbo-Kino dieser Trailer!
Regensburg in Dänemark?!
19. Oktober 2009 von Philipp WimmerEndlich ist es soweit:
Die Premiere von „HAMLET – Mia gangst!“ steht bevor!
Noch 10 Tage, dann heisst es im Spitalkeller (Alte Nürnberger Straße 12): „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“. Nur um am Ende festzustellen, dass der „Rest Schweigen ist“… und wir uns alle einig sind: „Nur so kann man den Hamlet überhaupt noch spielen heutzutage.“
Unsere Probenphase war dann doch länger, vieeel länger als geplant, aber das Resultat kann sich sehen lassen. Ein Hamlet, wie man ihn noch nie gesehen hat. Trashig, spaßig aufbereitet für die Generation Web 2.0.
Es herrscht Unruhe in Dänemark. Der alte König, Hamlet Senior, ist tot, sein Bruder Claudius heiratet die zurückgebliebene Königin Gertrud. Hamlet Junor ist wütend, sehr wütend. Als ihm der Geist seines Vaters erscheint und ihm mitteilt, dass er hinterhältig von seinem Bruder getötet wurde, beschliesst Hamlet Rache. Dummerweise stellt sich ihm ein übermächtiger Feind in den Weg: das Gewissen. Die Depression. Und so steuert Dänemark langsam aber sicher auf den Untergang zu.
Schnitt.
4 Schauspieler, die ums Überleben kämpfen, auf einer kleinen Off-Bühne. Ach Du Scheisse: öffentliche Probe. Sie sollen den Shakespeare-Klassiker probieren. Blöd nur, dass sich das Ensemble nicht so ganz einig ist über das Projekt: „Wir müssen Hamlet popularisieren. Mundart! Volksnah!“
Das wäre nicht so das Problem, wenn es nicht innerhalb der Gruppe Spannungen gäbe. Der Schauspieler des Hamlets ist nicht nur überheblich, sondern hat am laufenden Band neue Ideen, wie man das Stück ummodeln könnte.
„Nein, so nicht.“ kommandiert der berühmte Regisseur aus dem Lautsprecher. Gesehen hat ihn noch niemand. Er inszeniert ausschließlich virtuell und schaltet sich immer wieder zu den ungünstigsten Zeitpunkten ins Geschehen ein. Und nicht nur das: Gertrud und Claudius werden von einer einzigen Darstellerin gespielt, Horatio und Laertes von einem sensiblen Schauspieler. Polonius muss nebenbei den Totengräber geben, und Ophelia, DIE Traumrolle für jede Schauspielerin, ist gestrichen. Gestrichen? Nein, so einfach kommt die Gruppe nicht davon. Eine..nunja…“Freundin“ des Regisseurs wird einfach per Videostream auf die Bühne projiziert und gibt Anweisungen von einem Flatscreen.
„Ja, mia gangst“, denkt sich da nicht ganz zu Unrecht unser Hamlet. Steht ihm ja nicht nur diese „unprofessionelle“ Truppe im Weg, sondern auch die alles entscheidende Frage: „Sein oder Nichtsein.“
Und am Ende sind dann doch alle „over the Rainbow“.
Tja, das ist grob gesagt unsere Hamlet-Fassung. Bearbeitet, reduziert und auf den Punkt gebracht von Peter Klewitz, inszeniert von Philipp Weiche.
Zu sehen sind
Kirstin Rokita als Claudius und Gertrud
Nina von Düsterlho als Ophelia
Peter Klewitz als Polonius und Totengräber
Holger Wilhelm als Laertes / Horatio
ich als Hamlet
und
Philipp Weiche als „Stimme aus dem Off“
Ich bin sehr gespannt, wie das bei den Leuten ankommt. Ich kann nur sagen: DAS wird eine Mordsgaudi.
Und das allerbeste an der Sache: So verstehen auch Nicht-Theatergänger den Hamlet. Und Shakespeare-Fans entdecken ganz neue Seiten an den Charakteren. Selbst Leute, die Theater hassen, werden ihre Freude haben. Sehen sie doch Darsteller, die nicht wissen, wohin der Abend führen wird















